Neue Anregungen
#1
Hallo,
ich habe dieses spiel einige stunden gespielt und möchte hier kurz schimpfen aber auch meine anregungen und wünsche äußern
ich schreibe dies zugegeben auch um meinen ärger kund zu tun, aber in erster linie möchte ich konstruktive kritik an den mann/die frau bringen

zuerst die rüge:

eine handelsimulationsreihe hat in erster linie die stärke in der handelsimulation, jedoch wurden gute und sinnvolle handelsmechaniken nicht erweitert und ausgebaut sonder abgebaut:
so gab es in der patrizier-reihe noch orte an denen unterschiedlich effizient produziert wurde
in patrizier 4 gab es eine ressource, die auf eine stadt begrenzt war
fernhandel war unbedingt nötig um wirklich alle ressourcen zu erhalten
fazit: man musste eine schiefe warenlage bestmöglich zu seinen gunsten nutzen, und das machte auch richtig spaß, weil es viele mögliche mehr oder weniger gleich gute wege zum ziel gab, langzeitmotivation ergab sich daraus, dass ein ausgeglichener markt in allen städten kaum möglich war, ergo es gab immer schieflagen, immer was zu tun

warum ist das in GAM nicht mehr? Man benötigt 4 städte um alle 20 ressourcen zu ergattern die als geschlossene einheit sich gegenseitig versorgen und unerschöpflich geld aus dem boden stampfen, das heißt man pflanzt sich so zu sagen 4-städte-weise fort, anfangs gibt es zwar noch schieflagen es dauert nicht besonders lange bis man alle produktionstechs hat um ein perfektes verhältnis von angebot und nachfrage von 1 zu 1 hat, ergo kaum schieflage(außer mit baumaterial), kein fernhandel, keine langzeitmotivation

dass eine handelssimulationsreihe neue wege geht ist die eine sache(das finde ich auch richtig gut und habe ich sehnsüchtig erwartet), aber sämtliche stärken und spieltiefe, welche der reihe doch eine gute fanbase verdankt, über board zu werfen ist fahrlässig und für einen genre-könig eigentlich harakiri

wunschliste und anregungen:

1.)
die idee mit unterschiedlichen regionsproduktionseffizienzen gab es schon in einem anderen therad, ich würde sogar weiter gehen und zb wein in speziellen breitegraden am besten reifen lassen, bzw manche produkte in manchen regionen überhaupt nicht mehr vorkommen lassen(aber hier wäre so viel spielraum, mit bonus auf korn im niltal oder gennerell für fluss oder delta nähe)
2)
eine aufstockung der anzahl an verschiedenen gütern(zumindest die aus den vorgängern zurückholen) wäre äußerst wünschenswert
3)
bezüglich der "forschung" gibt es sehr viel verbesserungsbedarf, man forsch durchs größerwerden????
Nein, das geht besser, zB mein Ansatz wäre Forschungspunkte durch wohlstand(natürlich nur wenn es mehr als eine 4-städte versorgungsgruppe bräuchte um 100% zu erlangen), weiters müssten die forschungspunkte viel rarer gesät werden um sich unbedingt spezialisieren zu müssen
4) produktionsketten
ich denke hier gibt es auch viel viel luft nach oben, erstens wären mehr produktionsketten wirklich gut, und zweitens alternative produktionsketten wären gut, zb herstellung von tuch können hanf oder schaafsfasern verwendet werden, welche je nach region unterschiedlich vorhanden sein sollten/könnten
5) betriebe
sie sollten erst über zeit erweitert werden, bzw sollten zb wohlstand der stadt eine rolle spielen(niemand inverstiert bei negativer stimmung)
6)wohlstand
hier gibt es viel potential
ertens, es sollte so etwas wie eine endverbraucher bedürfnis hirarchie geben, das heißt grundbedürfnisse wie salz, was zu essen und alkohol
zweitens, die bedürfnisse vom endverbraucher sollten alternativ erfüllbar sein, das heißt ein dorfbewohner kann seinen hunger mit korn, fisch und fleisch stillen, eines von den 3 reicht dass er zu essen hat, das heist das die anderen zwei nicht unbedingt nötig sind aber kleine boni auf wohlstand geben wenn sie vorhanden sind (is(s)t immer gut wenn man eine wahl hat), weitere idee wäre wein oder bier hauptsache der bürger säuft(wieder mit kleinem boni wenn der bürger die wahl hat)
diese vorschläge würden folgendes bewirken: 100% wohlstand ist sehr schwer zu erreichen, für mittleren wäre bereits reger handel mit entfernteren regionen notwendig und für niedrigen würden bereits grundbedürfnisse reichen, weiters wäre die unterschiedlichen aufgaben und ziele die man sich selbst viel abwechslungsreicher (nicht nur die nächsten 4 städte......)

auch eine optische belohnung für reiche städte wäre wirklich toll(bzw strafe wenn eine stadt vor die hunde geht)
7) expansion
ich denke sie sollte sehr zurückgeschraubt werden, die civilization-reihe brauche fünf teile um das zu korrigieren und zu begrenzen (totale expansion mit dem folgenden der-größere-frisst-den-kleineren ist irgendwann langweilig),
hier würden sich sinnvollere kriegsziele ergeben als reine welteroberung, zb einen konkurennten ausschalten oder langfristig schwächen der zb sich auf das selbe exportgut spezialisiert hat, (in solchen kriegen sind eben auch die händlerüberfallsmechaniken toll, was hilft das schon die händler zu schnappen wenn dessen städte mir so oder so bald gehören)

weitere vorschläge folgen noch(diplomatie).....


mir ist bewusst, dass dies alles handelstechnische vorschläge sind und das spiel auch keine reine handelsimulationen ist, aber die obigen vorschläge würden allen anderen features viel mehr sinn verleihen
weiters möchte ich hinzufügen, dass ich die grafik wunderschön und gelungen finde, durch wunderschöne lebendige landschaften zu fliegen macht sehr viel spaß
es gibt auch andere features stories die gelungen sind, die folgen noch....

guten tag
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#2
du hast es ja schon gemerkt. GAM ist keine reine Handelssimulation sondern ein Strategie - Game mit Handelselementen und somit kannst du
es kaum mit Patrizier usw. vergleichen. Spiele die Kampagne dann wirst du einiges lernen. Was deine Wunschlist betrifft die dürfte wohl
kaum umgesetzt werden. Das Spiel ist zwar noch eine Beta und es wird auch noch daran gearbeitet aber es werden mit Sicherheit
keine umfangreichen Veränderungen statt finden. 
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#3
mir ist natürlich klar, dass der fokus verschoben wurde, aber das sind keine handelselemente sondern eher eine vorgabe wie ich meine nächsten 4 städte zu bauen habe

und wie bereits erwähnt, der strategie beschränkt sich auf der größer frisst den kleineren(verbündete spielen zwar eine rolle aber die kann man alle kaufen) und ein paar regionlen einheiten( normalerweise ist man erst im krieg wenn bereits alle einheiten verfügbar sind)

mit mehr handelselementen hingegen wären bündnisse nicht nur formale warteschleifen für ki-gegner die auf ihren untergang warten, sondern wären vlt wichtig für den wohlstand des landes, weil sie zb wichtige lieferanten sind

ich habe nicht das gesamte forum durchgekämmt aber überflogen
die vorschläge wie man die diplomatie und strategieelementen sinn verleiht hab ich wohl überlesen...

mfg

ich will daraus auch keine
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#4
Smile   Ich wünsche allen ein Gutes Neues Jahr!  Smile

(04-01-2016, 08:12 AM)de la Haye Wrote: GAM ist keine reine Handelssimulation sondern ein Strategie - Game mit Handelselementen und somit kannst du
es kaum mit Patrizier usw. vergleichen.

Die Köpfe hinter Gaming Minds haben ja vor vielen Jahren mit Patrizier 2 und Port Royale 1/2 bewiesen, daß sie spannende historische Wirtschaftsspiele machen können. Wenn in GAM bestimmte Wirtschaftsspiel-Prinzipien verletzt werden, dann vermutlich nur aus einem Grund : Ressourcen-Balancing für Multiplayer-Partien.

Ich habe über die Feiertage mal wieder eine Partie StarCraft 2 gespielt. Bei StarCraft gibt es nur 2 Sorten von Ressourcen : Kristalle und Vespin-Gas, mit denen man Gebäude, Einheiten und Upgrades bauen/erforschen kann. Kristalle und Gas sind immer zusammen in Clustern über die Karte verstreut, wobei ein großer Cluster zB aus ca 12 Kristallvorkommen und 2 Gasvorkommen bestehen kann. Eine Karte, in der eine Region nur Gasvorkommen enthält und eine andere nur Kristalle, die dann per Handel zwischen verschiedenen Fraktionen ausgetauscht werden müssten, wäre unspielbar (zumal es in StarCraft keinen Handel gibt).

Ich denke, man versteht das Design von GAM leichter, wenn man an StarCraft denkt und statt Kristalle und Vespin-Gas die 20 GAM-Waren einsetzt, die dann aus Balancing-Gründen in Clustern vorkommen müssen. (GAM ist als ein Multiplayer-Echtzeit-Strategie-Wirtschaftsspiel-Hybrid konzipiert, mit den entsprechenden Vor- und Nachteilen.)

(Trotzdem wäre es schön, wenn die Entwickler ein historisches Szenario/Karte mit realistischer/historischer regionaler Verteilung der Warenproduktion im Sinne einer klassischen WiSim nachreichen würden. Das würde sicherlich viele P/PR-Fans erfreuen und sollte mit begrenztem Aufwand realisierbar sein. Wenn man der Community einen Karten/Szenario-Editor bereitstellen würde, könnte auch die Community selber solche Szenarien erstellen und austauschen, ähnlich wie bei Civ5. Das würde GAM für Singleplayer sehr stark aufwerten.)
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#5
ich verstehe deine punkte aber ich denke der vergleich mit starcraft hinkt ein wenig,denn völlig egal mit welchem spiel ich den vergleich suche, die handelsmechaniken werden deswegen nicht irgendwie sinnvoller

bezüglich rohstoff-cluster: ich denke da hätte man schon weiter denken können, dafür sorge zu tragen in jeder region alle gebäude und truppen bauen zu können ist das eine, aber jedem jeden rohstoff nachzuschießen ist doch überzogen und macht den handelspaß kaputt

deinem letzten punkt kann ich nur zustimmen, auch wenn es nur ein anfang wäre

ich möchte das genre nicht sterben sehn...
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#6
Ich würde dieses Kolonisierungsprinzip von wegen der Schiffe gerne anderst gehändelt haben wollen.
Was nützen mir diese Schiffe wenn ich sie dann doch nur in einem gewissen Radius einsetzen kann? Dann kann ich auch einen Siedler dahin schicken der mich außerdem noch weniger kostet.
Hier sollte man vielleicht noch einmal über die Reichweite dieser Schiffe nachdenken und eventuell nachbessen. Ist zumindest meine Meinung.
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